1 Wichtige Begriffe

Zum Verständnis der Handbücher werden hier einige Begriffe vorab erklärt. Sie kommen in allen Kapiteln immer wieder vor.

Frontend und Backend

camindo CMS hat zwei Gesichter:

  • Das Frontend ist die im Internet sichtbare Website.
  • Das Backend ist die Arbeitsumgebung, in der Inhalte gepflegt werden.
    Auch das Backend öffnen Sie im Web-Browser, jedoch ist es nur berechtigten Personen Ihres Unternehmens zugänglich, den „Benutzern“.

Benutzer und Benutzergruppe

Benutzer heißt in camindo CMS jede Person, die im Backend arbeitet – unabhängig von ihrer Rolle als Redakteur, Übersetzer, Administrator oder Programmierer.

Jeder Benutzer gehört einer Benutzergruppe an. Die Benutzergruppe legt fest, welche Module, Websites, Inhaltsbereiche und Sprachen ihre Mitglieder sehen und bearbeiten dürfen. Die Benutzergruppe Superuser darf alles.

Website-Besucher, die sich im Frontend registrieren, heißen dagegen Frontend-User; ihr Abbild im CMS ist ein Profil-Datensatz (siehe Kapitel 10).

Instanz (Website)

Eine camindo-Installation kann mehrere Websites betreiben – jede mit eigenen Domains, Sprachen und Inhalten. Eine solche Website heißt Instanz. Arbeiten Sie mit mehreren Instanzen, erscheint im Backend je Instanz ein eigener Hauptordner.

Content

Content bezeichnet die Gesamtheit der Inhalte, die im CMS verwaltet werden.

Datensatz

Ein Datensatz ist eine inhaltliche Einheit – vergleichbar mit einem Artikel, der aus „Titel“, „Text“, „Bild“ und „Autor“ besteht. Über die Eingabemaske legen Sie Datensätze an, ändern und löschen sie.

Ein Datensatz muss kein Artikel im redaktionellen Sinn sein. Jede inhaltliche Einheit kann ein Datensatz sein: eine Produktbeschreibung, eine Adresse, ein Termin, ein Bild mit Bildunterschrift – oder einfach ein Schlagwort, ein Ortsname, eine Rubrik.

Als eigener Datensatz lohnt sich ein Inhalt vor allem dann, wenn er an mehreren Stellen der Website vorkommt.

Beispiel: Ein „Autor“ wird einmal angelegt und mit allen seinen „Artikeln“ verknüpft, statt in jedem Artikel neu eingetippt zu werden. Ändert sich seine Biografie, ändern Sie sie an einer Stelle. Ebenso ein Bild: Wird es als eigener Datensatz abgelegt, kann es Zusatzinformationen tragen (Bildtext, Fotograf, Copyright) und in beliebig viele Artikel eingebunden werden, ohne mehrfach hochgeladen zu werden.

Beim Speichern ergänzt das CMS automatisch Hintergrundinformationen, die Metadaten: wann und von wem der Datensatz angelegt und zuletzt geändert wurde, wem er gehört (Owner) und welche Nummer er hat (record_id).

Inhaltsbereich

Datensätze werden in Inhaltsbereichen gespeichert (im Backend auch „Content-Bereich“ genannt). Jeder Inhaltsbereich hat seine eigene Feldstruktur, zum Beispiel:

Inhaltsbereich Eingabefelder
Artikel Titel, Datum, Teaser, Text, Bild, Autor
Adressen Vorname, Nachname, Telefon, E-Mail
Bilder Bilddatei, Bildtext, Copyright

Jeder Inhaltsbereich stellt eine Eingabemaske, eine Suchmaske und eine Datensatzliste bereit, die genau auf seine Felder abgestimmt sind. Ihr Administrator kann jederzeit weitere Felder hinzufügen, auch während die Website in Betrieb ist.

Mehrere Inhaltsbereiche lassen sich in Ordnern zusammenfassen.

Eingabefeld

Ein Eingabefeld nimmt einen Teil des Datensatzes auf – einen Titel, ein Datum, eine Datei, eine Verknüpfung. Jedes Feld hat einen Typ (Text, Zahl, Datum, Datei, Verknüpfung …), der bestimmt, was eingegeben werden kann und wie es geprüft wird. Ein Feld je Inhaltsbereich ist das Hauptfeld: Sein Inhalt steht stellvertretend für den ganzen Datensatz, etwa in Listen und Verknüpfungen – meist ist das der Titel oder Name.

Status

Der Status beschreibt den Bearbeitungszustand eines Datensatzes, zum Beispiel „Freigeschaltet“, „Deaktiviert“ oder „Unvollständig“. Nur Datensätze mit Status „Freigeschaltet“ können über das Frontend aufgerufen werden.
Die Standardinstallation wird mit den beiden Status „Freigeschaltet“ und „Deaktiviert“ ausgeliefert. Zusätzliche Status kann Ihr Administrator hinzufügen. Diese sind dann automatisch in allen Inhaltsbereichen mit Eingabefeld „Status“ wählbar.

Zeitgesteuerte Veröffentlichung

Für jeden Inhaltsbereich kann ein Veröffentlichungsdatum und ein Ablaufdatum eingerichtet werden. Sind diese eingerichtet, lässt sich ein Datensatz zeitgesteuert publizieren.
Vordatierte Datensätze (Veröffentlichungsdatum in der Zukunft) sind im Frontend nicht abrufbar.
Abgelaufene Datensätze werden nicht mehr in automatisch generierten Listen aufgeführt, können aber noch aufgerufen werden (Archivierung alter Inhalte).

Workflow

camindo CMS unterstützt flache Workflows. Beispiele:

  • Mitglieder einer Benutzergruppe erhalten eingeschränkten Zugriff auf Status, sie können beispielsweise selbst nicht freischalten.
  • Mitglieder haben eingeschränkten Zugriff auf Sprachversionen, können Inhalte selbst nur in ihre Sprache übersetzen. Datensätze können über interne Nachrichten weitergereicht werden.

Template

Templates bestimmen, wie Inhalte auf der Website erscheinen. Sie enthalten die Gestaltung (für Webseiten: HTML) und platzieren darin die Inhalte der Datensätze.
Darüber hinaus können Templates komplexe Aufgaben übernehmen: Listen und Blätterfunktionen erzeugen, verknüpfte Inhalte ermitteln, Formulare auswerten, Besucher registrieren und anmelden.
HTML ist nur ein Publikationsweg. Templates können Inhalte auch in anderen Formaten ausgeben, z. B. XML, JSON, PDF.

Dargestellt wird ein Datensatz automatisch mit dem Standard-Template seines Inhaltsbereichs. Hat Ihr Administrator weitere Templates freigegeben, können diese in der Eingabemaske des Datensatzes ausgewählt werden. Die Auswahl des Templates bestimmt dann die Darstellung im Frontend.

Einen Gesamtüberblick bietet das Handbuch für Template-Programmierer.

Arbeitskopie und Bearbeitungssperre

Wenn Sie einen Datensatz bearbeiten, arbeitet camindo CMS an einer Arbeitskopie. Die Website zeigt weiterhin den bisherigen Stand, bis Sie speichern. Solange Sie einen Datensatz bearbeiten, ist er für andere Benutzer gesperrt (Bearbeitungssperre, siehe Kapitel 5).

Papierkorb

Gelöschte Datensätze wandern zunächst in den Papierkorb und werden erst nach einer Aufbewahrungsfrist endgültig entfernt. Standardmäßig beträgt diese 7 Tage. Jeder Benutzer hat seinen eigenen Papierkorb und kann daraus wiederherstellen, was er gelöscht hat (siehe Kapitel 5).

Hintergrundprozess

Aufgaben mit langer Laufzeit – etwa ein großer Import, eine Stapelverarbeitung oder die Umwandlung eines Videos – laufen als Hintergrundprozess. Sie können währenddessen weiterarbeiten; das Ergebnis erhalten Sie als interne Nachricht (siehe Kapitel 3).

Stand: camindo CMS 9.1.3